--- UPDATE 06. APRIL ---

Es gibt gute Neuigkeiten!
Inzwischen haben sich einige Leute bei uns gemeldet, die sich vorstellen können, Ansprechpartner*innen zu sein bzw. den Safer Space / Ruheraum mit zu betreuen. Allerdings sind das noch zu wenige, um den kompletten ARRRGH!-Zeitraum „abzudecken“.
Wenn euch das interessiert, meldet euch bitte bei uns! Auch, wenn ihr sowas noch nie gemacht habt… Am FREITAG UM 12:00 UHR wird es ein Treffen für Unterstützungs-/Awareness-Interessierte geben, bei dem Menschen, die schon Erfahrungen mit Unterstützungsarbeit haben, anbieten, diese Erfahrungen weiterzugeben. Danke dafür schon mal im Voraus! Bei diesem Treffen wird dann auch abgestimmt, was konkret beim ARRRGH! umgesetzt werden kann – je nachdem, was sich die Anwesenden zutrauen.

--- UPDATE ENDE :) ---

Wie überall und zu jeder Zeit kann es auch auf dem ARRRGH! Grenzüberschreitungen und (sexistische, rassistische, …) Übergriffe geben. Das können wir nicht ausschließen – aber wir können versuchen, dem entgegenzuwirken. Dies kann durch Sensibilierung, das Schaffen von Aufmerksamkeit, Anregungen zur Selbstreflexion geschehen. Daran knüpft sich die Hoffnung auf den respektvollen Umgang miteinander und mit den Bedürfnissen und Grenzen anderer Menschen – die sehr unterschiedlich sein können. Für den Fall, dass es trotzdem zu Grenzüberschreitungen kommt, muss sofort Hilfe und Unterstützung für Betroffene da sein. Bestenfalls setzen sich Leute während des ARRRGH! auch mit sich selbst und ihrem Verhalten auseinander oder/und rütteln an sichergeglaubten Positionen/Identitäten – was Menschen sehr aufwühlen und überfordern kann. Auch dann wäre es wünschenswert, Hilfe erfahren zu können.

Wie schaffen wir es, Betroffene nicht alleine zu lassen? Wie schaffen wir es, unseren Wunsch nach Frei*raum (der, damit sich strukturell benachteiligte Menschen/Gruppen ebenso darin bewegen können, konsequenterweise auch Schutz*raum sein muss) praktisch umzusetzen?

Auf einigen Veranstaltungen/Kongressen/Camps gab und gibt es dazu “Awareness-” und/oder “Unterstützungsgruppen”. Das heißt: einige Menschen fühlen sich verantwortlich(er) dafür, die “Awareness” (~Aufmerksamkeit) in Bezug auf Sexismus bzw. dessen Sichtbarkeit zu fördern, z.B. durch Aushänge, Infos, Flyer, Leute ansprechen etc. Andere wiederum stellen sich als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, die zuhören (manchmal reicht als Hilfe schon jemensch zum reden) und/oder unterstützend handeln, wenn das von Betroffenen gewünscht wird.
Das soll nicht heißen, dass diese Gruppe(n) die anderen Veranstaltungsteilnehmenden von ihrer eigenen Verantwortung entbinden (bitte seid ALLE aufmerksam und interveniert, wenn euch Dikriminierung oder Gewalt auffallen!) – trotzdem ist es gut, konkrete Ansprechpartner*innen zu haben, an die mensch sich dann auf jeden Fall wenden kann.

Eine solche Unterstützungsgruppe gibt es zur Zeit für das ARRRGH! (noch?) NICHT!
Uns selbst als Vorbereitungsgruppe fehlt einiges an Erfahrung. Abgesehen davon glauben wir nicht, neben Infotisch und Beamer-von-A-nach-B-tragen etc. noch wirklich effektiv irgendwen unterstützen zu können… darum haben wir auf verschiedenen Wegen um Hilfe gebeten. Teilweise haben Leute Interesse bekundet – feste Zusagen gibt es allerdings bislang nicht :(

Vielleicht ist es noch möglich, am Anfang des ARRRGH! eine Gruppe zu bilden, allerdings kann das mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, wenn sich die Menschen untereinander wenig bis gar nicht kennen, sich vielleicht nicht so schnell auf ein ‚wie-agieren-wir-wann‘ einigen können und die Gruppe sich mehr mit sich selbst beschäftigen muss als mit dem, was eigentlich passiert. Einen Versuch wäre es dennoch wert. Wie genau die Unterstützungsgruppe dann agiert, müssen die Beteiligten unter sich klären. Wir fänden eine Praxis gut, die sich am Schutzkonzept der Gruppe Ask Gerd_a (antisexistisches Kollektiv aus Berlin) orientiert. Maßgeblich bei der Unterstützungsarbeit sind dabei die Wahrnehmung und die Bedürfnisse der von Diskriminierung und/oder Gewalt Betroffenen, da eine Grenzüberschreitung nicht als solche objektiv bestimm-/erkennbar ist (Definitionsmacht + Parteilichkeit).

Schön fänden wir ebenfalls, wenn Erfahrungen auf dem Gebiet der Unterstützungsarbeit an interessierte Unerfahrene weitergegeben werden. Es kann ja langfristig nicht das Ziel sein, immer Gruppen anzufragen, ob sie (so dienstleistungsmäßig) “die Unterstützungsarbeit für XYZ übernehmen” würden. Skillsharing statt Dienstleistung :) Schön wäre bspw. gewesen, ein paar Wochen vor dem ARRGH! einen Workshop zu machen zu “Was ist eine Unterstützungsgruppe? Wie kann ich mitmachen? Was macht Unterstützungsarbeit aus? Worauf muss ich achten? Welche Erfahrungen gibt es?” o.ä., der dann evtl. zur Gründung einer (temporären oder dauerhaften) Gruppe und zu einem “Wie wollen wir konkret auf dem ARRRGH! agieren?” geführt hätte… von uns war niemensch in der Lage dazu, solch einen Workshop anzubieten, es hat sich auch keine*r sonst dafür gemeldet. Schade. Aber vielleicht klappt es noch in den nächsten Tagen oder am Anfang des ARRRGH!? und vielleicht wollen andere Orga-Gruppen die Idee aufgreifen?!

Sicherlich werden wir die Tage über ansprechbar sein und werden so gut es geht versuchen, zu helfen. Allerdings wird es vielleicht stressig… zur Zeit kann von uns aus nicht mal garantiert werden, dass z.B. immer mindestens eine weiblich wahrgenommene Ansprechperson da ist. Was allerdings vorhanden sein wird, vielleicht interessant zu wissen für Unterstützungs-Interessierte: ein Safer Space/Ruheraum.

Wir hoffen darauf, dass ihr Euch, wenn Euch das interessiert (wenn ihr Erfahrungen weitergeben wollt oder auch wenn ihr gar keine Erfahrungen damit habt!) schnellstens bei uns meldet, so dass wir uns möglichst zeitnah verabreden/treffen können – allerallerspätestens, sobald das ARRRGH! losgeht.

Lasst uns da noch was auf die Beine stellen. Das wär echt toll.

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